Zum Hauptinhalt springen
Illustration von Zitterpappel Blättern und Blüten

Tag des Waldes: Zitterpappel ist Wegbereiterin für neue Wälder

Der Baum des Jahres 2026 ist die Zitterpappel. Obwohl sie waldbaulich nicht zu den Hauptbaumarten zählt, so erfüllt sie doch wichtige Aufgaben bei der Wiederbewaldung.


Zum Tag des Waldes legt ForstBW den Fokus auf den Baum des Jahres 2026, die Zitterpappel (Populus tremula). Auch wenn man sie nur selten als Hauptbaumart in unseren Wäldern antrifft, erfüllt sie doch eine wichtige Rolle im Klimawandel. Felix Reining, Vorstand von ForstBW betont: „Die Zitterpappel ist bei uns Förstern vor allem als Pionierbaumart hochgeschätzt. Auf Sturmwurfflächen und in Käfergebieten ist die Zitterpappel oft die Erste, die wieder wächst. Sie öffnet die ökologische Tür für die nachfolgenden Baumgenerationen. Als Erstbesiedlerin bietet sie Frost- und Windschutz für empfindlichere Baumarten.“
Dabei sind ihre Ansprüche an Boden und Klima gering. Die Zitterpappel gedeiht auf armen und kühlen Standorten und kommt - bei genügend Niederschlag - auch mit höheren Durchschnittstemperaturen zurecht.


Hoher ökologischer Wert

Ökologisch besonders wertvoll ist die Zitterpappel für viele Insekten; sie fördert die Artenvielfalt in lichten, offenen Wäldern. Ihr Holz ist grundsätzlich technisch hochwertig, auch wenn klassische Nutzungswege zurückgegangen sind – heute spielt sie im technischen Holzbau kaum mehr eine Rolle; als Biomasselieferantin hingegen besitzt sie Potenzial.
Obwohl sie in Baden‑Württemberg eher eine Randerscheinung auf speziellen Flächen darstellt, ist die Zitterpappel jedoch landesweit anzutreffen. Im Staatswald integriert ForstBW sie gezielt in die überall angestrebten und anzutreffenden Mischwälder: Durch das bewusste Zulassen von natürlichen Pionierflächen und die Nutzung ihres immensen Naturverjüngungspotenzials wird sie aufgrund ihrer hohen ökologischen Wertigkeit kontinuierlich mitgeführt und in unsere Wälder integriert.
„Die Zitterpappel steht für die Diversifizierung unserer Wälder. Als Mischbaumart bringt sie viele wertvolle Eigenschaften mit, die wir in Zeiten des Klimawandels gerne und ganz
bewusst nutzen,“ erklärt Felix Reining. „Und dazu bietet sie auch optisch eine großartige Abwechslung. Nehmen Sie sich doch mal die Zeit und beobachten Sie das Blätterspiel im Wind. Dann versteht man auch, woher die Zitterpappel ihren Namen hat“.