ForstBW Vorstände Max Reger und Felix Reining besuchen zum Tag des Waldes die Staatsklenge in Nagold

21.03.2021 - „In Nagold wird die Zukunft des Waldes produziert“, sagt der kommissarische Vorstandsvorsitzende Max Reger beim gemeinsamen Rundgang.

 

Mit 38,4 Prozent der Landesfläche gehört Baden-Württemberg zu den waldreichsten Regio-nen in Deutschland. Der Klimawandel und seine Begleiterscheinung haben den Wäldern im Land massiv geschadet. Von den Folgen dieser überdurchschnittlich warmen und trockenen Jahre sind nahezu alle Baumarten betroffen. Insgesamt hat sich der Zustand der Wälder so weit verschlechtert, dass mittlerweile 46 Prozent der Fläche als deutlich geschädigt eingestuft werden. Vor diesem Hintergrund hat die Suche nach Ersatzherkünften und Alternativbaumarten neue Brisanz gewonnen. 

 

Den Mitarbeitenden der Staatsklenge und der Pflanzenschule in Nagold mit ihrem über viele Jahrzehnte gewonnenen Spezialwissen zu Saatgutgewinnung und Pflanzenanzucht kommt dabei eine zentrale Bedeutung zu, wenn es um die Frage der Wiederbewaldung mit alternativen und eventuell auch nicht-heimischen, klimaresilienten Baumarten geht. 

 

Zum Tag des Waldes am 21. März besuchen die beiden Vorstände von ForstBW Max Reger und Felix Reining die Staatsklenge und informieren sich vor Ort über die neuesten Entwicklungen.

 

„Wir glauben daran, dass die jungen Bäume dieser Waldgeneration die neuen Wuchsbedingungen von klein auf gewöhnt sein werden und somit fit für die Zukunft sind“, so der kommissarische Vorstandsvorsitzende von ForstBW Max Reger.

 

Bereits seit einigen Jahren ist die Staatsklenge Nagold in engem Austausch mit der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Freiburg (FVA) und dem Bayerischen Amt für Waldgenetik (AWG) auf der Suche nach geeigneten Saatguterntebeständen und der Nachzucht von Alternativbaumarten wie beispielsweise Zedernarten oder dem Baumhasel. Im Rahmen des von der EU geförderten Projektes CorCed sind die produzierten Pflanzen bislang in verschiedene wissenschaftliche Anbauflächen in Bayern und in Baden-Württemberg geliefert worden. „Wir sind froh und stolz darauf, mit der Staatsklenge Nagold eine hochkompetente Forschungsanstalt in den eigenen Reihen zu haben“ merkt Felix Reining in Gespräch mit Thomas Ebinger, dem Leiter des Kompetenzzentrums, an.

 

Hintergrundinformationen:

Staatsklenge Nagold

Seit 1947 wird in der Staatsklenge Nagold forstliches Saatgut geerntet und aufbereitet. Zentral zwischen zwei großen Waldgebieten Baden-Württembergs, dem Schwarzwald und der Schwäbischen Alb gelegen, versorgt die Staatsklenge in erster Linie die staatlichen Forstbetriebe und Forstbaumschulen des Landes mit qualitativ hochwertigem und herkunftsgesichertem Saat- und Pflanzgut. Laut einem Eintrag aus dem Grimmschen Wörterbuch von 1873 leitet sich der Name „Klenge“ ursprünglich vom knisternden Klang der aufspringenden Kiefernzapfen ab.

 

Das Video zum Besuch der Vorstände finden Sie hier: Vom Samen zum Baum - Über die Staatsklenge Nagold - YouTube