Der Königstiger im Schwarzwald ….

11.08.2020 - Im südlichen Schwarzwald ist seit einigen Wochen eine Forstmaschine mit dem Namen „Königstiger“ im Einsatz. Die grüne Spezialmaschine unseres Maschinenbetriebs Schrofel unterstützt die Forstkollegen im Forstbezirk Südlicher Schwarzwald bei der Aufarbeitung von Borkenkäferhölzern. Dabei setzt das Team um Rainer Mohrlok auf modernste Technik und eine detaillierte Planung. Mit Hilfe eines Tablets und spezieller GIS-Software ausgestattet, werden befallene Bäume auf einer digitalen Karte verortet und die Stämme mit Leuchtfarbe markiert. Die anstrengende Arbeit erfordert in dem teils sehr steilen Gelände und bei hochsommerlichen Temperaturen vollen Körpereinsatz. Doch letztendlich ist es entscheidend, die befallenen Bäume vor dem Ausflug der nächsten Käfergeneration zu entdecken, zu fällen und aus dem Wald zu transportieren. Nur auf diese Weise ist eine weitere Ausbreitung auf gesunde Bäume zu verhindern.

Im Anschluss übernimmt der Königstiger oder besser gesagt die beiden Maschinenführer Bernd Züfle und Uwe Kübler. Sie fahren im Schichtbetrieb die markierten Punkte an und übernehmen die Fällung sowie die Aufarbeitung der gekennzeichneten Bäume. Hierfür ist Präzisionsarbeit erforderlich. Thomas Maier vom Forstbezirk Südschwarzwald erklärt: "Der Königstiger kann bis zu 15 Meter entfernte Bäume, mit einem Gewicht von bis zu einer Tonne, greifen und ist dadurch in der Lage, die Baumstämme besonders zielgerichtet zu Fall zu bringen. Dies schont bereits vorhandene Jungpflanzen, die als nächste Baumgeneration an einigen Orten bereits in den Startlöchern stehen."
Der starke Greifarm ist, neben dem leichtem Raupenfahrwerk, ein Alleinstellungsmerkmal der Maschine. Das innovative Fahrwerk hat den Vorteil, dass auch auf hängigen und unwegsamen Gelände das Fahren auf Rückegassen problemlos möglich ist. Aus diesen Gründen passt das gewählte Arbeitsverfahren und der Königstiger ideal zu den 250 Hektar umfassenden Waldflächen im Distrikt Steinawald. Doch dieses Verfahren ist nur eines unter vielen. Je nach naturräumlichen Vorrausetzungen und Verfügbarkeit von Mitarbeitern und Unternehmern, werden vom Borkenkäfer befallenen Bäume auch motormanuell, mit Radharvestern oder mit einer Kombination dieser Verfahren aufgearbeitet und aus dem Wald transportiert. Das Ziel bleibt jedoch dasselbe, die langfristige Walderhaltung und damit die Verhinderung einer weiteren Ausbreitung von Borkenkäfern auf gesunde Bäume.

Das Team unseres Maschinenbetriebs Schrofel und der Königstiger geben zusammen mit vielen weiteren Kolleginnen und Kollegen und Unternehmern vor Ort ihr Möglichstes, diesen Plan umzusetzen. Und das ist auch zu sehen! An der Waldstraße liegen viele Holzpolter mit aufgearbeiteten Stämmen. Doch vor allem die Stämme, die nicht mehr am Weg liegen, stimmen positiv. Denn diese Hölzer sind bereits von einem LKW abtransportiert worden und im Sägewerk zur weiteren Verarbeitung angekommen.