Mehrwert durch Zusammenarbeit

Der Wirtschaftsbereich „Forst und Holz” basiert auf einem der wichtigsten regenerativen Rohstoffe und verfügt über eine spürbare volkswirtschaftliche Relevanz mit bemerkenswerter Beschäftigungswirkung. Dies trifft ganz besonders auch für Baden-Württemberg zu: im Cluster Forst und Holz Baden-Württemberg erwirtschaften rund 200.000 Beschäftigte in 29.000 Unternehmen einen Jahresumsatz von ca. 31 Milliarden Euro.

Die Forst- und Holzwirtschaft in Baden-Württemberg ist dabei durch eine sehr tief gestaffelte Wertschöpfungskette und durch ihre mittelständische Struktur mit einem hohen Anteil kleiner und mittlerer Betriebe gekennzeichnet, die überwiegend im ländlichen Raum angesiedelt sind.

Damit das auch in Zeiten sich verändernder wirtschaftlicher Rahmenbedingungen so bleibt, ist die Ausnutzung von Netzwerkstrukturen unter dem Motto: "Gemeinsam sind wir stark!" unabdingbar. Gerade kleine und mittelständische Betriebe im ländlichen Bereich profitieren von Kooperationen und Netzwerkdenken.

Als wesentliche Grundlage zur Clusterentwicklung wurde die Analyse der spezifischen Wettbewerbssituation des Clusters Forst und Holz und Ableitung von Handlungsempfehlungen (siehe "Mehr zum Thema" > Clusterstudie Baden-Württemberg") durch das Ministerium in Auftrag gegeben. Die Clusterstudie analysiert die Wettbewerbssituation des Clusters Forst und Holz in Baden-Württemberg. Die Ergebnisse dieser "Kompassstudie" dienen der weiteren Clusterentwicklung zur Orientierung und enthalten konkret umsetzbare Handlungsempfehlungen. Es werden relevante Trends aufgezeigt und Potenziale sowie Problemfelder für die Branchen benannt.

Zur gezielten Förderung von Innovation und Zusammenarbeit im Cluster Forst und Holz Baden-Württemberg hat das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR) die Clusterinitiative Forst und Holz auf den Weg gebracht. Mit dem 2015 aufgelegten Holz Innovativ Programm - HIP 2014-2020 werden durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und Mittel des Landes Baden-Württemberg eine große Bandbreite an Projekten, die das Cluster Forst und Holz betreffen und damit die internationale Wettbewerbsfähigkeit steigern, gefördert.
Hierzu gehören:

  • Einrichtung und laufender Betrieb von einer zentralen, landesweiten sowie von regionalen und thematischen Cluster- und Unternehmensnetzwerkstrukturen

  • Vorbereitende, themenbezogene Studien, Gutachten, Konzeptionen etc., bei denen hinsichtlich Untersuchungsgegenstand oder Methodik neue Erkenntnisse gewonnen werden, Forschungs- und Entwicklungsprojekte zur Entwicklung neuer oder wesentlich verbesserter Produkte auf der Basis oder unter Verwendung des Rohstoffes Holz sowie zur Entwicklung neuer oder wesentlich verbesserter Produktionsverfahren zur Holzgewinnung und -Verarbeitung

  • Modellvorhaben im innovativen Holzbau, insbesondere mit Laubhölzern

 
Nach Gründung der proHolzBW GmbH im Jahr 2015, wurde das landesweite Netzwerkmanagement an die proHolzBW übertragen. Seitdem ist sie für das Holzmarketing, die Holzbaufachberatung sowie das Clustermanagement in Baden-Württemberg zuständig.