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Die Geschichte der Staatsklenge Nagold

Chronik der Samenklenge in Nagold:

1865 erbaute Christoph Geigle eine private Samenklenge, als er seine bereits 1817 gegründete Firma nach Nagold verlegte um den neuen Anschluss an die Nagoldtalbahn nutzen zu können.

Die Klenge wurde allerdings bald schon verkauft und ging danach durch viele Hände, dabei finden sich neben dem Namen Geigle auch andere klangvolle Namen der Baumschulbranche.

Im Jahre 1947 kauft die Landesforstverwaltung die Samenklenge und beginnt ab 1950 schrittweise mit der Modernisierung der Anlage.

1979 wird die bisher eigenständige und kaufmännisch geführte Staatsklenge in das Forstamt Nagold eingegliedert.

Von 1982 bis 1990 wird die Ausbildung der Zapfenpflücker intensiviert und die Erntetechniken verbessert.

Neue Techniken zur schonenden Beerntung von Laubbäumen (Leitertechnik) und die Thermotherapie (d. h. Warmwasserbehandlung) zur Bekämpfung der aggressiven Schwarzfäule bei Eicheln werden in Nagold mit entwickelt.

 

Um den in den neunziger Jahren geänderten waldbaulichen Zielvorstellungen der verstärkten Laubholzförderung gerecht zu werden und neuen forstgenetischen Erkenntnissen zu entsprechen vollzog sich die konsequente Umstellung von einer Nadelholzdarre zu einem umfassenden Saatgutaufbereitungsbetrieb.

Seit dem 1.Januar 2005 gehört die Staatsklenge Nagold als Vor-Ort-Einheit zum Regierungspräsidium Freiburg, unter der Leitung des Referats 83 der Abteilung Forstdirektion.

Sichtbarer Ausdruck der Entwicklung ist der Bau einer neuen Anlage zur Behandlung und Lagerung von Laubholzsamen, vornehmlich Buche und Eiche im Jahre 1997