Häufige Fragen zum Thema Brennholz

Festmeter, Raummeter, Schüttraummeter - Was ist das richtige Maß für Brennholz?

Brennholz wird in verschiedenen Maßeinheiten angeboten. Am geläufigsten sind Festmeter (Fm), Raummeter (Rm) und Schüttraummeter (SRm). Allem Maße beziehen sich auf den Kubikmeter.

 

Schichtholz/ Raummeter(Rm)
Meist 1 m lange Holzstücke aus Stammteilen oder stärkeren Ästen werden zu Stößen aufgeschichtet. Verkaufsmaß ist der Raummeter, ein 1 m langer, 1 m breiter und 1 m hoher Holzstoß mit Luftzwischenräumen. 1 Raummetern entspricht etwa 0,7 m3 reiner Holzmasse ohne Rinde. Weil die Aufbereitung in dieser Form recht arbeitsintensiv ist, wird hierfür ein höherer Preis verlangt.

 

Brennholz lang/ Festmeter(Fm)
Längere Baumstammstücke werden meist an gut befahrbaren Wegen gelagert. Die Menge wird vom Forstamt geschätzt oder mittels Durchmesser und Länge errechnet. Verkaufseinheit ist der Festmeter, also 1 m3 reine Holzmasse ohne Zwischenräume.
Weil bei dieser Verkaufsart keine Einschneidekosten und keine Kosten für das Aufschichten von Holzstößen entstehen, ist Brennholz lang billiger als Schichtholz.

 

Brennholz ofenfertig/ Unterscheidung Schichtholz und Schüttraummeter 
Der Brennholzhandel bietet Brennholz häufig ofenfertig gesägt an. Bitte beachten Sie beim Brennholz-Kauf das Maß, auf das sich Ihre Bestellung bezieht. Hier gibt es neben dem Raummeter (s. Schichtholz) als Verkaufsmaß oftmals den "Schüttmeter". In einer Holz- oder Gitterbox mit einem 1 m³ Rauminhalt wird das ofenfertig gesägte Holz angeliefert. Gestapelt reduziert sich das Raummaß dann auf ca. 0,4m³ Holzmasse.

Festmeter (Fm)

Raummeter (Rm)

Schüttraummeter
(SRm)

Ein Festmeter einspricht einem m³ reine Holzmasse ohne Zwischenräume

Ein Raummeter bezeichnet aufgeschichtetes Holz mit Zwischenräumen, z. B. aufgesetzte Holzbeige

Wie das Wort Schüttraum schon aussagt, bezieht sich das Maß auf lose geschüttete Holzscheite, z. B. in einer Gitterbox

1 Fm

1,4 Rm

ca. 2 SRm

0,7 Fm

1 Rm

ca. 1,5 SRm

0,4 Fm

0,6 Rm

1 SRm


Was ist bei der Aufarbeitung von Brennholz zu beachten?

Im Wald darf das Brennholz mit der Motorsäge nur von Personen über 18 Jahren aufgearbeitet werden, die an einem qualifizierten Motorsägenlehrgang teilgenommen haben. Der Lehrgang muss den Anforderungen der gesetzlichen Unfallversicherungsträger entsprechen. Oder der Aufarbeitende hat die Sachkunde für den Umgang mit der Motorsäge im Rahmen einer Berufsausbildung und/oder mehrjähriger beruflicher Tätigkeit in der Holzernte erlangt. Der Nachweis ist bei der Aufarbeitung im Wald mitzuführen und auf Verlangen dem Forstrevierleiter vorzuzeigen.


Bei der Arbeit mit der Motorsäge ist die vorgeschriebene Sicherheitsausrüstung zu tragen. Diese besteht aus Helm mit Gesichts- und Gehörschutz, Schnittschutzhose, Sicherheitsschuhen sowie Handschuhen. Für die Aufarbeitung dürfen Sie nur Bio-Sägekettenhaftöl und Sonderkraftstoff (Alkylatbenzin) verwenden. Genauere Informationen erhalten Sie in unseren Allgemeinen Geschäftsbedingungen für den Brennholzverkauf (AGB-Brh).


Alternativ können Sie sich das Brennholz durch örtliche Fuhrunternehmen nach Hause transportieren lassen und dort aufarbeiten.


undefinedInformationen zum Thema Motorsägen-Lehrgänge finden Sie hier


Was ist bei der Aufarbeitung von Flächenlosen zu beachten?

Bei der Aufarbeitung von Flächenlosen gelten noch etwas weiter gehende Regeln. Im Wald darf mit der Motorsäge nur von Personen über 18 Jahren gearbeitet werden, die an einem qualifizierten Motorsägenlehrgang teilgenommen haben. Der Lehrgang muss den Anforderungen der gesetzlichen Unfallversicherungsträger entsprechen.

Für die Aufarbeitung von Flächenlosen mit ausschließlich liegendem Holz ist ein mindestens eintägiger qualifizierter Motorsägenlehrgang erforderlich. Für die Aufarbeitung von Flächenlosen, bei denen stehende Bäume oder Stammteile gefällt werden, ist ein mindestens zweitägiger qualifizierter Motorsägenlehrgang erforderlich. Oder der Aufarbeitende hat die Sachkunde für den Umgang mit der Motorsäge im Rahmen einer Berufsausbildung und/oder mehrjähriger beruflicher Tätigkeit in der Holzernte erlangt. Der Nachweis ist bei der Aufarbeitung im Wald mitzuführen und auf Verlangen dem Forstrevierleiter vorzuzeigen.


Bei der Arbeit mit der Motorsäge ist die vorgeschriebene Sicherheitsausrüstung zu tragen. Diese besteht aus Helm mit Gesichts- und Gehörschutz, Schnittschutzhose, Sicherheitsschuhen sowie Handschuhen. Für die Aufarbeitung dürfen nur Bio-Sägekettenöl und Sonderkraftstoff (Alkylatbenzin) verwendet werden. Des Weiteren darf im Staatswald kein Holz mit einem Durchmesser von weniger als 7 cm aufgearbeitet werden. Genauere Informationen erhalten Sie in unseren Allgemeinen Geschäftsbedingungen für den Flächenlosverkauf (AGB-Fl).


undefinedInformationen zum Thema Motorsägen-Lehrgänge finden Sie hier

 

 


Wie trockne und lagere ich Brennholz richtig?


Entscheidenden Anteil am Heizwert hat der Wassergehalt des Holzes. Frisch eingeschlagenes Holz kann bis zu 50 % seines Gewichtes Wasser enthalten.

Nach mindestens einjähriger trockener Lagerung ist das Holz "lufttrocken" und enthält dann nur noch 15 - 20 % Wasser. Wird das Holz im nassen Zustand verbrannt, muss das Wasser zuerst herausgekocht werden, bevor die eigentliche Verbrennung des Holzes erfolgen kann. Das hat neben dem Heizwertverlust zur Folge, dass durch die Verbrennung bei abgesenkter Temperatur nicht mehr alle Holzbestandteile vollständig verbrennen können. Holzgase verlassen unverbrannt den Schornstein oder schlagen sich gar als Teer und Ruß im Schornstein nieder. Ein Kaminbrand kann die Folge sein. Außerdem werden die wärmeabgebenden Teile des Kamins isoliert und Schadstoffe entweichen in die Atmosphäre. Feuchtes Holz zu verbrennen ist also nicht nur unwirtschaftlich, sondern auch stark umweltbelastend.

 

Bestmögliche Heizwertausnutzung
Die rasche Trocknung des Brennholzes erreicht man am einfachsten durch die sachgerechte Aufarbeitung und Lagerung. Je kleiner zersägt und je häufiger gespalten, desto mehr vergrößert sich die gesamte Oberfläche des Holzes und desto schneller trocknet es.

  • Die beste Zeit für die Brennholzaufarbeitung ist der Winter.
  • Holz möglichst schnell nach dem Einschlag spalten, damit es schneller austrocknen kann.
  • Trockene Lagerung: nach Möglichkeit an der Süd- oder Westseite eines Gebäudes und windexponiert.
  • Das Holz auf Unterlagen setzen und nicht mit Plastikfolien rundherum abdecken. Dies verhindert Fäulnis durch bessere Durchlüftung und trocknet das Holz rascher. In Folie schwitzt das Holz, die feuchte Luft kann nicht entweichen, ggf. verstockt das Holz.
  • Wenn das Holz an einer Wand gelagert wird, sollte ein ca. 5 - 10 cm breiter Spalt zur Belüftung zwischen Wand und Holz belassen werden.
  • Den Holzstapel möglichst durch ein (vorgezogenes) Dach gegen Schlagregen schützen.
  • Nur lufttrockenes Holz in Kellern oder sonstigen schlecht belüfteten Räumen lagern.

Weitere Informationen zum Thema Brennholz finden sich auch unter www.waldwissen.net (Suchbegriffe: Brenn- bzw. Scheitholz).

Vor dem Verheizen sollte das Holz zwei Jahre gelagert werden!

Im Optimalfall kann auch innerhalb eines Jahres die erwünschte Trocknung erreicht werden. Gewerbliche Brennholzhändler nutzen oftmals industrielle Trockenkammern.

  


Welche Eigenschaften hat der Brennstoff Holz ?

Holz, als ältester Brennstoff der Menschheit, war bis zu Beginn des letzten Jahrhunderts neben Wind und Wasser der wichtigste Energielieferant in Europa. Nach dem 2. Weltkrieg durch die "billigen" und scheinbar unerschöpflichen Energieträger Erdöl und Erdgas verdrängt, erfährt das Brennholz heute, insbesondere wegen seiner Umweltfreundlichkeit, wieder zunehmende Beachtung.

 
Die Eignung des Holzes als Heizmaterial gründet sich auf seinen Heizwert, seine Entzündlichkeit und seine Brenneigenschaften. Der Heizwert des Holzes ist um so größer, je mehr Harze und Lignine darin enthalten sind. Nadelholz besitzt einen höheren Anteil dieser Holzbestandteile pro Gewichtseinheit und hat daher auch einen höheren Heizwert als Laubholz. Da die Laubhölzer jedoch eine höhere Dichte besitzen, ist deren Heizwert je Volumeneinheit deutlich höher.


Den entscheidenden Anteil am Heizwert hat jedoch der Wassergehalt des Holzes. Frisch eingeschlagenes Holz kann bis zu 50 % seines Gewichtes Wasser enthalten. Nach mindestens einjähriger trockener Lagerung ist das Holz "lufttrocken" und enthält dann nur noch 15 - 20 % Wasser. Wird das Holz im nassen Zustand verbrannt, muss das Wasser zuerst verdampfen, bevor die eigentliche Verbrennung des Holzes erfolgen kann. Das hat neben dem Heizwertverlust zur Folge, dass durch die Verbrennung bei abgesenkter Temperatur nicht mehr alle Holzbestandteile vollständig verbrennen können. Holzgase verlassen unverbrannt den Schornstein oder schlagen sich gar als Teer und Ruß im Schornstein nieder. Ein Kaminbrand kann die Folge sein. Außerdem werden die wärmeabgebenden Teile des Kamins isoliert und Schadstoffe entweichen in die Atmosphäre. Feuchtes Holz zu verbrennen ist also nicht nur unwirtschaftlich, sondern auch stark umweltbelastend.


Welchen Heizwert besitzen die unterschiedlichen Holzarten?

Holzart

Heizwert je Rm Derbholz
gerundet auf 100 kWh

Heizwert je Kilogramm
Derbholz in kWh

Laubholz

Rotbuche

2100

4,2

Eiche

2100

4,2

Esche

2100

4,2

Nadelholz

Fichte

1600

4,3

Kiefer

1600

4,3

Douglasie

1700

4,3

Als Faustzahl können Sie davon ausgehen, dass 10 kWh etwa 1 l Heizöl, bzw. 1m³ Erdgas entsprechen.


Ist das Verbrennen von Brennholz umweltschädlich?

Der ökologische Vorteil von Brennholz als Ersatz für die nur begrenzt vorhandenen fossilen Energieträger (z. B. Erdöl, Steinkohle oder Erdgas) gewinnt an Bedeutung.

 

Bei der Verbrennung von Holz und Erdöl entsteht u. a. Kohlendioxid (CO2). Nimmt dessen Anteil in der Atmosphäre über Gebühr zu, so trägt es zum Treibhauseffekt und der damit verbundenen unerwünschten Erwärmung der Erdoberfläche bei.


Wächst ein Baum so entzieht er der Atmosphäre CO2 und speichert im Holz den Kohlenstoff und gibt Sauerstoff an die Atmosphäre zurück. Ganz egal ob das Holz langsam verrottend im Wald liegt oder verbrannt wird, die Nutzung des Waldes ist immer CO2-neutral. Im Gegensatz hierzu wird über die Verbrennung von Erdöl und Erdgas, bisher in der Erde fixiertes CO2, zusätzlich zum bereits vorhandenen Kohlendioxid in die Atmosphäre abgegeben und dort angereichert. Durch die Nutzung von Holz, z. B. im Hausbau oder in Möbeln, wird das CO2 langfristig gebunden. Durch das Verbrennen wird nur das CO2 freigesetzt, was von nachwachsenden Bäumen wieder gebunden wird. Unser Wald wird nachhaltig bewirtschaftet. Das bedeutet, dass im selben Zeitraum mindestens soviel Holz nachwächst, wie geerntet bzw. verbrannt wird. Dies haben wir uns zertifizieren lassen. Seit 2000 ist der Staatwald nach PEFC und seit 2014 nach FCS zertifiziert.


Bitte beachten Sie die Regeln der Bundesimmissionsschutzverordnung (BImSchV)bei der Verbrennung von Holz in Feuerungsanlagen. Informationen hierzu finden Sie auf den Seiten des Bundesministeriums für Umwelt Naturschutz und Reaktorsicherheit und bei den örtlichen Schornsteinfegern.


Wo bekomme ich mein Brennholz her?

Ökologisch sinnvoll und nachhaltig produziert, mit kurzen Wegen und Ansprechpartnern vor Ort

                                    

 

... wenden Sie sich einfach an Ihre zuständige undefineduntere Forstbehörde beim Landratsamt.