21.05.2014

Baden-Württemberg ist Holzbauland Nummer eins - Pressemitteilung MLR 98/ 2014

Forstminister Alexander Bonde: „Baustoff Holz hat bedeutenden Stellenwert in der ökologischen Modernisierung des Landes“


„Baden-Württemberg ist Holzbauregion Nummer eins in Deutschland. Sowohl bei den Wohngebäuden als auch erstmalig im Nichtwohnbau belegt Baden-Württemberg jeweils den Spitzenplatz. Wie eine aktuelle Untersuchung des Deutschen Holzwirtschaftsrates zeigt, haben sich unsere politischen Anstrengungen ausgezahlt: Baden-Württemberg hat die holzbaufreundlichste Landesbauordnung in Deutschland. Der Holzbau hat gerade in der Energiewende einen bedeutenden Stellenwert, weil er endliche und energieintensive Rohstoffe wie Stahl, Aluminium und Beton ersetzen kann. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur ökologischen Modernisierung unseres Landes“, sagte der baden-württembergische Forstminister Alexander Bonde am Mittwoch (21. Mai) in Stuttgart.

 

Die Landesregierung habe im Koalitionsvertrag vereinbart, dass die Landesbauordnung zugunsten des Baustoffes Holz novelliert werde. Zusätzlich sei im Biomasseaktionsplan der Landesregierung klar festgelegt, dass der Anteil von Holz im Bauwesen kontinuierlich zu steigern sei. „Die Basis für den Erfolg sind geeignete Rahmenbedingungen. Ich freue mich, dass diese Chancen von den innovativen Unternehmen der Forst- und Holzwirtschaft im Land und den ausgezeichneten Forschungseinrichtungen zum Holzbau so erfolgreich aufgegriffen werden – auch dank der hervorragenden Verfügbarkeit des Rohstoffes Holz aus unseren Wälder. Denn in Baden-Württembergs Wäldern wächst in drei Minuten so viel Holz, wie für den Bau eines Einfamilienhauses in Holzbauweise notwendig ist“, so Bonde.

 

Das Land unterstütze auch künftig den Holzbau. Aktuell sei die Landesbauordnung erneut in der Novellierung mit dem Ziel, aktuellste Erkenntnisse aus dem modernen Holzbau zu integrieren. Daneben werde durch die Clusterinitiative Forst und Holz Baden-Württemberg die Branche gezielt unterstützt. Durch das „Holz-Innovativ-Programm (HiP)“ werde Baden-Württemberg erstmals in der Förderperiode 2014-2020 Gelder aus dem EFRE-Fonds der EU für besonders innovative öffentliche Holzbauten einsetzen. „Mit Holz gelingt ressourcenschonende Architektur und ein ökologisch ausgerichtetes Bauwesen. Holz hat Zukunft – gerade auch für die wichtigen kommenden Bauaufgaben wie die Sanierung und Nachverdichtung“, so Bonde abschließend.

 

Hintergrundinformationen
Trotz der leicht gesunkenen Genehmigungszahlen bei den Wohngebäuden konnte deutschlandweit der Anteil der in Holzbauweise errichteten Gebäude von 15,2 Prozent auf dem Vorjahresniveau gehalten werden. In Baden Württemberg wird mit 23,7 Prozent fast jedes vierte neue Wohngebäude in Holz gebaut (Platz 2: Rheinland-Pfalz mit 21,6 Prozent). Bei den sonstigen Gebäuden werden sogar über 25 Prozent (25,2) der Gebäude aus Holz errichtet. Dort liegt der bundesweite Durchschnitt bei 18,2 Prozent (Platz 2: Bayern mit 24,6 Prozent).

 

Holz ist unser wertvollster regional nachwachsender Roh- und Baustoff. Dieser kommt aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern. Erst vor wenigen Tagen wurde der Staatswald Baden-Württemberg mit dem renommierten Ökozertifikat FSC ausgezeichnet. Damit ist dokumentiert, das dass Bauen mit Holz nicht zu Lasten der Wälder gehe.

 

Das Internetangebot „Urbaner Holzbau - Chancen und Potenziale für die Stadt“ sowie weitere Informationen zu den Themen Wald- und Forstwirtschaft finden sich auf der Internetseite des Landesbetriebes ForstBW hier bei www.forstbw.de.