Mehrwert durch Zusammenarbeit

Der Wirtschaftsbereich „Forst und Holz” basiert auf einem der wichtigsten regenerativen Rohstoffe und verfügt über eine spürbare volkswirtschaftliche Relevanz mit bemerkenswerter Beschäftigungswirkung. Dies trifft ganz besonders auch für Baden-Württemberg zu: im Cluster Forst und Holz Baden-Württemberg erwirtschaften rund 200.000 Beschäftigte in 29.000 Unternehmen einen Jahresumsatz von ca. 31 Milliarden Euro.


Die Forst- und Holzwirtschaft in Baden-Württemberg ist dabei durch eine sehr tief gestaffelte Wertschöpfungskette und durch ihre mittelständische Struktur mit einem hohen Anteil kleiner und mittlerer Betriebe gekennzeichnet, die überwiegend im ländlichen Raum angesiedelt sind.


Damit das auch in Zeiten sich verändernder wirtschaftlicher Rahmenbedingungen so bleibt, ist die Ausnutzung von Netzwerkstrukturen unter dem Motto: "Gemeinsam sind wir stark!" unabdingbar. Gerade kleine und mittelständische Betriebe im ländlichen Bereich profitieren von Kooperationen und Netzwerkdenken.


Zur gezielten Förderung von Innovation und Zusammenarbeit im Cluster Forst und Holz Baden-Württemberg hat das Ministerium für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz die Clusterinitiative Forst und Holz auf den Weg gebracht und die Richtlinie Cluster Forst und Holz eingeführt. Um die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu steigern und dauerhaft zu sichern, sind die vorhandenen Ansätze zu vernetzen und zu stärken.


Als wesentliche Grundlage zur Clusterentwicklung wurde die Analyse der spezifischen Wettbewerbssituation des Clusters Forst und Holz und Ableitung von Handlungsempfehlungen ("Clusterstudie Baden-Württemberg") durch das Ministerium in Auftrag gegeben. Die Clusterstudie analysiert die Wettbewerbssituation des Clusters Forst und Holz in Baden-Württemberg. Die Ergebnisse dieser "Kompassstudie" dienen der weiteren Clusterentwicklung zur Orientierung und enthalten konkret umsetzbare Handlungsempfehlungen. Hierzu werden aktuell 15 Branchen des Clusters Forst und Holz im Hinblick auf ihre Wettbewerbssituation analysiert. Es werden relevante Trends aufgezeigt und Potenziale sowie Problemfelder für die Branchen benannt.