Holzverkauf - Vermessungsverfahren

Durch eine angepasste Wahl der Vermessungsverfahren wird eine zügige Abwicklung der Holzvermessung gewährleistet und eine rasche Holzbereitstellung gefördert. 

Die Verfahren, die von der Forstverwaltung angewendet werden, sind alle erprobt und genügen auch als Stichprobenverfahren den Anforderungen an eine korrekte Holzmengenermittlung gestellt werden. Auch die Stichprobenverfahren, die von der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Freiburg entwickelt wurden, gewährleisten aufgrund ihrer standardisierten Verfahren, dass die Messwerte vor Ort überprüft werden können. Sprechen Sie in Zweifelsfällen Ihren Gesprächspartner auf das Verfahren an.

Auf der Holzliste ist erkennbar nach welchem Verfahren das Verkaufsmaß, bzw. das Kontrollmaß erhoben wurde. Es wird Bestandteil des Kaufvertrags.

Folgende Messverfahren kommen zur Anwendung:

  • Mittendurchmessermessung - Vollaufnahme
    Alle Stämme werden nach Länge und Durchmesser gemessen.
     
  • Werksvermessung
    Hier kommen Volumenmaßermittlung und Gewichtsmaß zum Einsatz. Diese werden nach den vereinbarten Verfahren abgewickelt.
     
  • Mittendurchmessermessung - Stichprobe
    Es wird nur eine Stichprobe der Stämme nach Länge und Durchmesser gemessen. Die Stichprobenmenge wird dabei jedoch so groß gewählt, dass eine ausreichende Maß-Sicherheit gewährleistet ist. Über den Volumenmittelstamm und die erhobene Stückzahl wird die Gesamtliefermenge hergeleitet.
     
  • Stirnflächenverfahren
    Bei Standardlängen wird der mittlere Mittendurchmesser durch repräsentative Messung von Stirnflächen an Poltervorder und Rückseite ermittelt. Über die erhobene Gesamtstückzahl und den Volumenmittelstamm wird die Gesamtmenge berechnet.
     
  • Konventionelles Raummaßverfahren
    Bei definierter Höhe des Polters wird die Masse von Brenn- und Industrieholzlose durch Messung von Polterlänge und Sortenlänge ermittelt.
     
  • Sektionsraummaßverfahren
    Standardlängen können auch mit variablen Polterhöhen als Raummaß ermittelt werden. Hierzu wird an einer vorgegebenen Anzahl von Messpunkten die Polterhöhe bestimmt. Aus dem Volumen der einzelnen Sektionen (Sektionsbreite * Sortenlänge * Sektionshöhe) wird das Gesamtvolumen aufsummiert.
     
  • Zählung/Schätzung von Stangen, Nebennutzungen und DS-Holz (beinhaltet die konventionelle Vollaufnahme von Stangen)
    Diese Verfahren finden im gewohnten Umfang Anwendung bei Klein- und Brennholzverkäufen.