Wer liefert Energieholz-Hackschnitzel?
Energieholz-Hackschnitzel kommen als Schwachholz aus dem Wald, das zwangsläufig bei Pflegemaßnahmen anfällt. Ohne Verwertungsmöglichkeit würde es nicht genutzt bzw. im Wald liegen bleiben. Ferner stehen Sägeholz und Rinde aus der Säge- und Holzindustrie in großen Mengen zur Verfügung. Neben diesen beiden Hauptgruppen können Energieholz-Hackschnitzel aus unbehandeltem Altholz, Holz aus der Landschaftspflege oder dem Obstbaumschnitt und aus dem speziellen Energieholzanbau auf stillgelegten landwirtschaftlichen Flächen eingesetzt werden.
Ansprechpartner für interessierte Betreiber sind bei Waldhackschnitzeln Waldbesitzer, vor allem die örtlich zuständigen Forstämter und die Zusammenschlüsse von verschiedenen Waldbesitzern, sogenannte Forstbetriebsgemeinschaften. Sägehackschnitzel können über lokal und regional angesiedelte Sägewerke und sonstige holzver- und -bearbeitende Betriebe bezogen werden. Eine Zwischenstellung als Energieholz-Anbieter haben Unternehmer, die für Dritte Holz hacken oder bereits seit Jahren mit Hackschnitzeln handeln. Diese Unternehmer bieten, losgelöst vom Holzproduzenten bzw. Sägebetrieb, Hackschnitzel an und verfügen systembedingt von Haus aus über die entsprechende Lieferlogistik. Da die Herkunft der Hackschnitzel dem Betreiber teilweise unbekannt ist, sollte er den Unternehmer unbedingt schriftlich zur Lieferung von einwandfreiem, unbehandeltem Energieholz verpflichten.
Diese Ansprechpartner geben Auskunft darüber, wie viel und zu welchen Konditionen Energieholz-Hackschnitzel für den Betrieb einer Heizanlage bereitgestellt werden können. Der Abschluss von langfristigen Lieferverträgen zur Absicherung der Investitionen und der Personalplanung ist für beide Partner wichtig. Dabei wird häufig eine Preisbindung an die Entwicklung fossiler Energieträger und/oder den allgemeinen Holzpreis (Preisgleitklausel) vereinbart. Grundsätzlich ist eine Beteiligung der Lieferanten als Anlagenbetreiber und Mitinvestoren wünschenswert.
Vorteilhaft ist auch die frühzeitige Einbindung der Kommune. Sie ist in der Regel selbst Waldbesitzer, hat einen Überblick über andere, geeignete Lieferanten und ist ein interessanter Energieabnehmer (Schulen, Hallenbäder etc.).
