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07.07.10

Pressemitteilung 174/ 2010 - Minister für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz besucht Stadtkreis Baden-Baden

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Rudolf Köberle MdL: „Offener Austausch mit Kreisen und Gemeinden als Basis erfolgreicher Landespolitik“

Waldbewirtschaftung, Tierschutz und Erhalt der Kulturlandschaft im Fokus

Der Minister für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz, Rudolf Köberle MdL, besucht in den kommenden Monaten Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg. Dabei stehen neben Besichtigungen verschiedener Einrichtungen auch Gespräche mit Vertretern aus Politik, Verwaltung und Verbänden auf dem Programm. „Jeder Kreis hat seine Besonderheiten und spezifischen Themen, über die ich mich vor Ort informieren möchte“, sagte der Minister am Mittwoch (7. Juli 2010) in Baden-Baden. Im Mittelpunkt des Ministerbesuchs im Stadtkreis Baden-Baden standen die Themen Forst, Tierschutz und Erhalt der Kulturlandschaft.

 

Oberbürgermeister Wolfgang Gerstner freute sich über den Besuch des Ministers, schließlich sei Baden-Baden der zweitgrößte kommunale Waldbesitzer Deutschlands. Weiter lag dem OB am Herzen, gezielt die beginnenden Weinbergsbrachen im Badener Rebland anzugehen, ein „auf uns zu kommendes Problem, das sich bereits landesweit bemerkbar macht“.


 
Beeindruckende Erfolge bei der Wiederbewaldung nach Orkan Lothar
Den thematischen Auftakt des Programms bildete der Baden-Badener Stadtwald mit einem Besuch der Merkurstation. Der Stadtwald Baden-Baden ist mit rund 7.400 Hektar der größte kommunale Waldbesitz in Baden-Württemberg. Dem Wald komme in Baden-Baden als Erholungswald eine zentrale Aufgabe zu, sagte Köberle. Die Auswirkungen des Orkans Lothar seien hier aber bis heute spürbar. Besonders eindrücklich zeigten sich die Folgen am Wildnispfad Plättig. „Auch zehn Jahre nach dem Orkan Lothar wirkt dieses Ereignis nach. Mit 30 Millionen Kubikmeter Sturmholz und 40.000 Hektar Kahlfläche hat der Orkan am zweiten Weihnachtsfeiertag 1999 in den Wäldern Baden-Württembergs einen Schaden in bislang unerreichtem Ausmaß angerichtet. Die Stadt Baden-Baden war landesweit mit am stärksten betroffen", so Köberle. Auf über 2.000 Hektar musste der Wald in der Folge wieder aufgeforstet werden. Neben der raschen Aufarbeitung des Holzes mussten parallel die Lagerung und Logistik organisiert und der Wiederaufbau der Wälder geplant werden, erklärte der Forstminister. „Durch einen unglaublichen Kraftakt wurde diese Katastrophe in mehreren Stufen bewältigt. Es ist beeindruckend, welche sichtbaren Erfolge bei der Wiederbewaldung wir heute verzeichnen können", betonte Köberle.

 

Moderne Wildkammern in Baden-Baden haben Vorbildfunktion
„Zur Erhaltung der Kulturlandschaft und einer ordnungsgemäßen Land- und Forstwirtschaft gehört auch die Jagd. Wildfleisch ist zudem ein hochwertiges und regionales Lebensmittel“, betonte Köberle. Für eine zeitgemäße Vermarktung seien aber auch moderne Wildkammern und Vermarktungsmöglichkeiten notwendig, sagte Köberle bei der Besichtigung der Wildkammer des städtischen Forstamts. „Der Stadt Baden-Baden kommt mit ihrer modernen Wildkammer eine Vorbildfunktion zu.“

 

Tierschutz ist wichtiges Anliegen
„Der Tierschutz ist der Landesregierung wie auch mir persönlich ein wichtiges Anliegen. Die Tierheime in Baden-Württemberg sind für das Land, die Gemeinden und Landkreise unverzichtbare Partner“, sagte Köberle beim Besuch des Tierheims Baden-Baden. Der Minister würdigte die ehrenamtliche Tätigkeit des Tierschutzvereins Baden-Baden im Dienste der Tiere und der Menschen. „Mit der Aufnahme, Haltung und Betreuung sowie der Vermittlung von Tieren erfüllen die Mitglieder des Tierschutzvereins eine wichtige und zugleich anspruchsvolle Aufgabe“, betonte Köberle. Mit jeweils 500.000 Euro für die Jahre 2009 und 2010 unterstütze die Landesregierung die Tierheime im Land.

 

Beitrag zur Etablierung geeigneter Rosensorten für öffentliche Grünflächen
„Rosen stellen nicht nur eine Bereicherung für den privaten Garten dar, sie haben auch große Bedeutung für unsere Parkanlagen oder das Straßenbild, sagte der Minister beim Besuch des Rosengartens auf dem Beutig. Die Stadt Baden-Baden leiste mit dem Rosengarten und dem Internationalen Rosenneuheiten-Wettbewerb einen wichtigen Beitrag zur Etablierung geeigneter, das heißt robuster und widerstandsfähiger, Rosensorten für öffentliche Grünflächen. Dieses Ziel verfolge auch das Ministerium für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz mit der Stiftung eines Ehrenpreises im Rahmen eines Wettbewerbs.

 

Erhalt der Rebflächen zur Sicherung der Kulturlandschaft
Zum Abschluss besuchte der Minister die Baden-Badener Winzergenossenschaft e.G. in Neuweier. Dort diskutierte Köberle mit den anwesenden Winzerinnen und Winzern über die Möglichkeiten effizienter Bewirtschaftung der Rebflächen. „Durch den Erhalt der Rebflächen wird die Kulturlandschaft und das Landschaftsbild gesi-chert und die Attraktivität für den Tourismus gesteigert", betonte der Weinbauminister.


Weitere Informationen zu den Themen Waldwirtschaft, Tierschutz, Gartenbau und Weinbau finden sich auf der Internetseite des Ministeriums für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz unter www.mlr.baden-wuerttemberg.de .


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