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Pressemitteilung 42/ 2010 - Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch MdL:""Jagdkultur verbindet Tradition mit Zukunft"
Wildtierforum in Bad Wildbad / Anliegen der Jagd müssen der Gesellschaft näher gebracht werden
"Die Jagdkultur ist mit ihren vielen bewährten Bausteinen, wie beispielsweise der Jägersprache oder den Jagdsignalen als Bindeglied zwischen der Erhaltung alter Tradition und der zukunftsorientierten nachhaltigen Nutzung der Wildbestände zu verstehen", sagte die Staatssekretärin im baden-württembergischen Ministerium für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz, Friedlinde Gurr-Hirsch MdL, am Freitag (5. März) anlässlich des Wildtierforums in Bad Wildbad (Landkreis Calw).
Die Jagd habe sich in den vergangenen Jahren stark verändert. So seien die heutigen Ziele und Aufgaben der Jagd unter anderem eine nachhaltige Nutzung einzelner Wildarten und die Förderung der freilebenden Tierwelt durch Schutz und Erhaltung eines artenreichen und gesunden freilebenden Wildtierbestandes. Um Wildschäden zu vermeiden und die Wälder gesund zu halten, sei auch die Regulierung überhöhter Wildbestände eine der Hauptaufgaben.
Die Jagd werde von der Gesellschaft teilweise recht kritisch angesehen. "Die Not-wendigkeit der Jagd erschließt sich den meisten Menschen heute nicht mehr. Das Fleisch kommt ja vom Metzger, genauso wie der Strom aus der Steckdose kommt", erklärte Gurr-Hirsch. Das Anliegen der Jagd müsse den Menschen wieder näher gebracht werden. Daher müssten auch die Jäger sich von Traditionen lösen und moderne Wege einschlagen. Dazu gehöre auch der Einsatz neuer Technik. So dürfe man sich im Hinblick auf einen ordnungsgemäßen Jagdablauf und der Vermeidung von Unfällen, modernen Kommunikationsmitteln nicht mehr verschließen.
Die Jagd müsse sich unter Berücksichtigung aktueller wildbiologischer Erkenntnisse an vorhandenen Umweltbedingungen orientieren. Eine effiziente Bejagung könne nur funktionieren, wenn diese großflächig angelegt sei. "Daher ist es wichtig, miteinander zu jagen und nicht gegeneinander. Speziell bei der Schwarzwildbejagung ist eine revier- und besitzübergreifende Bejagung in Form von gemeinschaftlichen Drückjagden unverzichtbar", betonte die Staatssekretärin. Gemeinsam erarbeitete Konzeptionen sowie die Weiterentwicklung und das Ausschöpfen aller zulässigen Jagdmethoden seien erforderlich.
"Nur im Rahmen einer sich entwickelnden, gelebten Jagdkultur erreichen wir die Außenwirkung, die für die gesellschaftliche Akzeptanz bedeutend ist. Denn das gesellschaftliche Ansehen kann dazu beitragen, wie die Zukunft der Jagd aussehen wird", so Staatssekretärin Gurr-Hirsch.
Weitere Informationen zum Thema 'Jagd' sind auf der Internetseite des Ministeriums für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz unter www.mlr.baden-wuerttemberg.de zu finden.
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