Eine Idee macht Karriere - 300 Jahre Nachhaltigkeit im Jahr 2013

In seinem Werk Sylvicultura oeconomica von 1713 formulierte Hans Carl von Carlowitz, der als Oberberghauptmann im sächsischen Freiberg auch für die Forstwirtschaft zuständig war, erstmalig das Prinzip der Nachhaltigkeit:

„Wird derhalben die größte Kunst, Wissenschaft, Fleiß und Einrichtung hiesiger Lande darinnen beruhen, wie eine sothane Conservation und Anbau des Holtzes anzustellen, daß es eine continuierliche beständige und nachhaltende Nutzung gebe, weiln es eine unentberliche Sache ist, ohne welche das Land in seinem Esse (im Sinne von Wesen, Dasein, d. Verf.) nicht bleiben mag.“ (S. 105-106).


Im Jahr 2013 feiern wir 300 Jahre forstliche Nachhaltigkeit! Dieses Prinzip wurde zur Leitlinie der Forstwirtschaft und der Begriff wurde inzwischen auf nahezu alle Lebensbereiche übertragen. Der Waldbesitz muss heute die zeitgemäße und aktuelle Definition forstlicher Nachhaltigkeit in der öffentlichen Diskussion verankern. Kompetenz und Zuständigkeiten der Forstwirtschaft erstrecken sich dabei gleichermaßen auf alle drei Bereiche der Nachhaltigkeit, d.h. auf Ökonomie, Ökologie und soziale Aspekte. Im Jubiläumsjahr möchte ForstBW das Thema nachhaltige Forstwirtschaft hervorgehoben in die Öffentlichkeit tragen.