Waldschulheim Burg Hornberg

Vogteistraße 42-46
75365 Calw

Telefon: 07051-160-686


Die Eröffnung der Burg Hornberg als Waldschulheim hat 1972 den Grundstein für diese neue Art der Wissensvermittlung in Baden-Württemberg gelegt!

Die aus dem 13. Jahrhundert stammende Burg Hornberg liegt mitten im Wald in schöner Aussichtslage im Landkreis Calw, rund 10 km von Altensteig entfernt.


Unterbringung und Ausstattung
Das Waldschulheim Burg Hornberg wurde im Jahr 2011 umfassend saniert und modernisiert. Mit dem Neubau der Unterkunfts- und Gruppenräume erfüllt das Waldschulheim höchste Anforderungen für den Aufenthalt von bis zu 66 Personen.

 

Alle Schlafräume sind mit Bad, Dusche und WC ausgestattet. Neben den großen Aufenthalts-, Unterrichts- und Werkräumen bietet das Turmzimmer hoch oben im Turm beste Voraussetzungen für einen tollen Waldschulheimaufenthalt.

 

 

Freizeitgestaltung
Der Wald rings um die Burg lädt zu ausgedehnten Wandertouren ein, zum Beispiel nach Altensteig, ins Enztal oder ins wildromantische Köllbachtal.
Im Waldschulheim wurde für Ballspiele extra ein Hartgummiplatz angelegt, natürlich darf auch die Tischtennisplatte nicht fehlen. Außer schlechtem Wetter kann den Burgfrieden fast nichts stören. Und auch dann wird es den Waldschulheimbesuchern nicht langweilig. Badespaß gibt es im beheizten Freibad Altensteig, im Hallenschwimmbad Walddorf sowie in den Freizeitbädern Freudenstadt und Schömberg. Im Werkraum kann auch nach Herzenslust gebastelt werden. Und in Burgatmosphäre wirken Geistergeschichten bei Gewitter erst so richtig gespenstisch.
 


Burg Hornberg - gestern und heute


gestern...
Erst im 11. und 12. Jahrhundert nach Christus entstanden durch Rodung die "Waldhufendörfer", unter ihnen auch Hornberg. Siedlungsträger waren vor allem die Grafen von Calw. Die Herren von Fautsberg, Besitzer der "Vogtsburg" im Tal der kleinen Enz und wahrscheinlich zunächst Lehensleute der Calwer Grafen, erbauten im 13. Jahrhundert auf dem Sporn zwischen Köllbach- und Zwerchbachtal die Burg Hornberg. Im Jahr 1252 wird erstmals ein Herr Heinrich von Hornberg urkundlich erwähnt. Das Geschlecht der Hornberger konnte sich allerdings nicht lange behaupten. Schon im 14. Jahrhundert mussten sie ihre Herrschaft stückweise an die Markgrafen von Baden und die Grafen von Württemberg verkaufen. 1399 starb der letzte Hornberger, kinderlos, und die Württemberger und Badener teilten sich fortan den Besitz.
1548 soll sich der schwäbische Reformator Johannes Brenz als angeblicher Burgvogt auf Burg Hornberg vor den Kaiserlichen verborgen haben. Danach verfiel die Burg. Als im Jahre 1603 der badische Anteil ebenso wie die Stadt Altensteig endgültig an das Haus Württemberg verkauft wurde, war die Burg Hornberg bereits seit längerer Zeit eine Ruine. Erhalten blieben nur die Umfassungsmauern des im staufischen Stil erbauten, viereckigen Bergfrieds.

heute...
Die "Renaissance" der Burg beginnt im Jahr 1958. Das Internationale Forum Burg Liebenzell unter seinem damaligen Leiter G. A. Gedat baut unter sehr schwierigen Bedingungen zunächst den Bergfried als Stätte für die deutsch-französische Jugendbegegnung aus. Französische Pioniere und Bundeswehr beteiligen sich am Ausbau der Zufahrtsstraße.
1971 geht die Burg in das Eigentum des Landes Baden-Württemberg über. Ergänzt durch einen Anbau wird sie von der Landesforstverwaltung heute als Waldschulheim genutzt.


Märchen oder Wahrheit?
Kennen Sie "Das kalte Herz" von Wilhelm Hauff? Hier, im sogenannten "Oberen Wald", ist der Handlungsort des Stücks. Sieht man die hohen Tannen in den Wäldern der Umgebung, ist Jung und Alt gleichermaßen in den Bann gezogen von dem Geschehen um den Holländermichel und dem armen Kohlenmunk Peter, der sein Herz für Reichtum aus der Flößerei gegen ein steinernes Herz eintauscht...
Und um diese Geschichte so richtig wirken und wieder aufleben zu lassen, kann man an der Monhardter Wasserstube an der Nagold die Flößerei hautnah erleben, indem dort viele Dinge aus dem Handwerk der Flößerei wieder lebendig und anschaulich werden. So wird jedem die gewaltige Bedeutung der Hollandflößerei für den Schwarzwald vor über 200 Jahren bewusst.
"Wer durch Schwaben reist, der sollte nie vergessen, auch ein wenig in den Schwarzwald hineinzuschauen; nicht der Bäume wegen, obgleich man nicht überall solch unermessliche Menge herrlich aufgeschossener Tannen findet, sondern wegen der Leute, die sich von den anderen Menschen rings umher merkwürdig unterscheiden,... und es ist, als ob der stärkende Duft, der morgens durch die Tannen strömt, ihnen von Jugend auf einen freieren Atem, ein klareres Auge und ein festeren, wenn auch rauheren Mut als den Bewohnern der Stromtäler und Ebenen gegeben hätte..." (Wilhelm Hauff, Das kalte Herz; erschienen im Reclamverlag, Stuttgart).